FDP-Politiker Buschmann: Differenzen waren nicht zu überbrücken

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP im Bundestag, Marco Buschmann, hat den Ausstieg seiner Partei bei den Sondierungen über ein Regierungsbündnis mit Union und Grünen gerechtfertigt. Die Differenzen seien nicht zu überbrücken gewesen, trotz der längsten Sondierungen in der Geschichte der Bundesrepublik. "Es gab über 200 eckige Klammern, weder am Samstag noch am Sonntag ist die Zahl kleiner geworden", sagte er am Montagmorgen in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Was am Ende als Abschlusspaket vorgelegen habe, sei "nicht einigungsfähig" gewesen. Mit eckigen Klammern hatten die Unterhändler strittige Punkte markiert.

Buschmann erwartet, dass die übrigen Parteien nun den Schwarzen Peter für das Scheitern der Jamaika-Gespräche der FDP zuschieben - und die Popularität der FDP beim Bürger möglicherweise auch sinkt. Doch dürfe beim Wähler eben nicht der Eindruck entstehen, den Parteien sei alles egal. Dies würde nur die politischen Ränder stärken, etwa die AfD.