Konzertkritik: So war das Konzert der Pet Shop Boys in Berlin

Pet-Shop-Boys, Neil Tennant (r) und Chris Lowe (l) (Archiv)

Friedrichshain steht an diesem Samstag ganz im Zeichen der Neunziger: Durch die Stralauer Allee wälzt sich der Zug der Liebe, und auch in der Mercedes-Benz-Arena wummern schon die Bässe aus den Boxen. Die Pet Shop Boys stellen hier heute Abend ihr neues Album "Super" vor.

Wenn man das erfolgreichste Pop-Duo Großbritanniens ist, betritt man die Bühne nicht einfach durch den Vorhang; die Pet Shop Boys stehen hinter Holzscheiben, die sich in Zeitlupe zum Publikum drehen. Zu schwarzen Maßjacketts tragen sie auf dem Kopf silberne Helme, die entfernt an eine Weltkugel erinnern, irgendwo zwischen Daft Punk und Helge Schneider.

Der leicht ironische Auftritt gehört zu ihren Markenzeichen, genau wie die charakteristischen Stimme von Sänger Neil Tennant, der immer ein wenig klingt, als hätte er eben an einem Heliumballon gezogen.

"Happy" klingt nach Alkopops und Love Parade

Die neuen Songs sind gewohnt tanzbarer Diskopop, die Beats irgendwo zwischen den frühen Achtzigern und Love Parade. Mit "Pop Kids" haben sie ihre Biografie vertont, in den Strophen erzählen sie, wie sie sich damals im Londoner West End zufällig über den Weg liefen und ihre gemeinsame Liebe für Dancemusik entdeckten: "They called us the Pop Kids / cause we loved the Pop Hits".

"Happy" klingt mit seinen Handclaps im Refrain und dem schnellen Beat in den Strophen nach Alkopops und Love Parade, während "Inner Sanctum" mit seinem tiefen Bass sehr modern daherkommt. Das Publikum tanzt anfangs noch verhalten, doch spätestens bei...

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