Konzert in Spandau: Cypress Hill feiern in der Zitadelle mit Kiffer-Hymnen

"Wanna Get High" - Cypress Hill in der Zitadelle

Eine Menge Tattoos, Basecaps und knielange Armee-Shorts kamen am Dienstagabend auf der Zitadelle Spandau zusammen, plus einer ordentlichen Dosis Testosteron. Die Westküsten-Rapper von Cypress Hill traten beim Citadel Music Festival auf - ein Fest für alle, die Hip-Hop alter Schule mögen.

Aber nicht nur für sie. So wie man kein Heavy Metal-Freak sein muss, um Songs von Metallica etwas abzugewinnen, muss man auch kein eingefleischter Hip-Hop-Hörer sein, um Cypress Hill zu bewundern. Das Quartett treibt sein Genre ohne Frage zu unerreichten Höhen und steckt nach 26 Jahren noch so ziemlich jeden in die Tasche, der erfolglos diese Coolness nachäfft - und zu jenen zählen sämtliche Support Acts dieses Abends.

Deswegen ist die Freude groß, als nach dem deutschen Megaloh, der irgend etwas über "Tripleschichten" rappt, in denen er sich angeblich den Buckel krumm schuftet, endlich die Originale aus L.A. auf die Bühne kommen. B-Real und Sen Dog, die beiden Rapper an den "Mics" brauchen lächerlich übertriebene Posen nicht, keine Handtücher, mit denen sich ein Trettmann im Vorprogramm permanent die Stirn abtupft. "Another Body Drops" als Einstiegstitel reicht, um jeden von der Textzeile "you can't stop the hip-hop" zu überzeugen.

Weiter geht es mit "Shoot `Em Up". Die Menge bounct auf und nieder zu B-Reals schnatternder Stimme und bekommt Hit nach Hit geliefert. Nicht fehlen dürfen die Songs für alle "Stoner", Hymnen übers Kiffen und Marihuana. Dafür sind Cypress Hill bekannt und das hat ihne...

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