Konzert in Berlin: So war's bei den Gorillaz in der Max-Schmeling-Halle

Die Gorillaz auf der Bühne in der Max-Schmeling-Halle

Berlin. Mit zehn Lastern sind die Gorillaz am Freitagabend nach Berlin gereist. Schon immer war es eine besondere Band, verbargen sich die Bandmitglieder doch hinter gezeichneten Comic-Identitäten, die als animierte Gestalten auf diverse Leinwände projiziert wurden. Diese Manga-ähnlichen Gestalten Noodles (Gitarre), Murdoc (Bass), Russel (Drums) und 2-D (Gesang) standen da also verwegen in vorderster Reihe. Doch 2017 sind sie nur noch Hintergrund. Blur-Frontmann Damon Albarn zeigt sich vom ersten Song an auf der Bühne, rennt umher, hat sogar einen eigenen menschlichen Mikro-Kabelhalter und eine ganze Armada an Musikern hinter sich.

Die Beats sind unbarmherzig. So dröhnend, dass es manchmal schwerfällt, überhaupt noch etwas anderes wahrzunehmen. Ein Ticket hätte man sich eigentlich sparen können, bei der Lautstärke kann man sicherlich draußen mithören. Allerdings würde man dann auch das Herz dieser einmaligen Musik verpassen: die Geschichten im Hintergrund, die das Comic-Quartett erlebt. Dabei ist die Handlung nicht unbedingt schlüssig. So sitzt zum Beispiel 2-D gerade noch auf einem Pferd, als im nächsten Moment schon ein Schiff explodiert. Kurz darauf befindet sich 2-D im Mund eines Riesens. So schräg, aber doch faszinierend. Manchmal fragt man sich ehrlich, ob nicht versehentlich etwas in den Drink gemixt wurde, zu surreal scheint dieses Konzert in der Max-Schmeling-Halle.

Das Publikum feiert. Selten hat man so eine breite Altersspanne gesehen, neben 15-Jährigen und ihren Eltern, ta...

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