Konzert in Berlin: So war's bei Blink 182 in der Max-Schmeling-Halle

Travis Barke, Schlagzeuger von Blink 182

Nur selten steht der Schlagzeuger bei einem Konzert so sehr im Mittelpunkt wie beim Auftritt von Blink 182 in der Max-Schmeling-Halle. Um kurz nach zehn fällt das Scheinwerferlicht zuerst auf Travis Barker, der mit nacktem Oberkörper auf einem Podest in der Bühnenmitte thront. Wie das Tier aus der Sesamstraße fängt er sofort an, mit wirbelnden Stöcken loszuhämmern. Dann erst erscheinen seine beiden Bandkollegen links und rechts am Bühnenrand, unscheinbarer, aber nicht weniger laut bearbeiten sie Gitarre und Bass.

Blink 182, eine der erfolgreichsten Rock-Bands der späten Neunziger, prescht gleich mit dem ersten Song "Stranger Things" von Null auf Hundert. Die Ränge sind spärlich besetzt, dafür ballt sich das Publikum vor der Bühne, nicht mehr ganz jung, aber offenbar gewillt, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Schon bei den ersten drei Songs hat die Security alle Hände voll zu tun, die zahlreich nach oben schwemmenden Crowdsurfer in den ersten Reihen abzuschöpfen.

Hart rockende Punk-Institution

Dabei hatten viele Fans die Gruppe bereits für Geschichte erklärt, als Sänger und Gründungsmitglied Tom DeLonge 2015 im Streit ausstieg, um sich fortan – kein Witz – der Erforschung außerirdischer Lebensformen zu widmen. Als Ersatz wurde Matt Skiba von Alkaline Trio verpflichtet, mit dem Travis Barker und Mark Hoppus im vergangenen Jahr ihr erstes gemeinsames Album "California" veröffentlichten.

Nach dem Emo-Power-Pop des Vorgängers "Neighbourhoods" positionierten sich Blink 182 mi...

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