Konzert in Berlin: So war's bei Hazmat Modine im Quasimodo

Wade Schuman, der Anführer von Hazmat Modine

Kaum eine Band hat es je geschafft, einen Begriff wie Weltmusik so auf den Punkt zu bringen wie die New Yorker Formation Hazmat Modine. Diese Musiker schaffen es, aber auch jeden Klub schon nach den ersten Tönen in eine schwüle New-Orleans-Rotlicht-Kaschemme zu verwandeln. Sie spielen einen ungeheuer schwerblütigen Blues, der sich auf verblüffend leichtgängige Weise mit Gospel, Calypso, Balkan-Gebläse, Afro-Pop, Jazz, jiddischem Klezmer und noch vielem mehr verbrüdert und damit pure gute Laune provoziert.

Vor zehn Jahren waren sie beim Jazzfest Berlin erstmals in Berlin zu erleben und kehren seither mit schöner Regelmäßigkeit zurück in die Stadt, wie jetzt für gleich zwei prallvolle Konzerte im Quasimodo in Charlottenburg. Als die acht Musiker und Musikerinnen am Dienstagabend Punkt 22.30 Uhr die Bühne einnehmen, ist der Jubel groß. Das Publikum weiß, was es erwartet, und Anführer Wade Schuman, der kernig raue Sänger und virtuose Bluesharp-Spieler, eröffnet den Abend mit dem neuen Stück "Plans", das dampft wie die Hitze des amerikanischen Südens.

Eigenspieltes, meisterhaftes Team

Die Musiker sind ein so eingespieltes wie meisterhaftes Team. Der auch als zweiter Sänger agierende Gitarrist Erik Della Penna gehört dazu. Er greift auch immer mal wieder gern zum sechssaitigen Banjo. Gitarrist Michael Gomez, der über die Jahre zu Michaela Gomez wurde, brilliert mit jazzigen Soloeinlagen. Im Verein mit Schlagzeuger Kevin Garcia sorgt der virtuose Sousaphone-Spieler Joe Daley, den man a...

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