Konzert in Berlin: Bei Romano ist in der Columbiahalle alles erlaubt

Romano begeisterte 3000 Menschen und holte sogar ein paar Fans auf die Bühne

Zwei blond Zöpfchen wippen hin und her. Aus einem Gitter, das an einen Belüftungsschacht einer U-Bahn-Haltestelle erinnert, dringt Licht. Darauf tanzt der Mann mit blondem Haar, der grünen "Jets" College-Jacke und diesen Hosen, die aussehen wie eine Mischung aus Baggys und Jogginghose.

"Fulltimejob, nonstop Copyshop, Sag mir, was du brauchst, wir hab'n alles da, Viagra, Placebos, das Rezept von Coca-Cola", rappt Romano in der Columbiahalle über die acht Jahre, die er in einem Copyshop arbeitete. Die drei Männer im Hintergrund, die Keys, Backings und Drums bedienen, sind ebenso skurril, wie ihr "schöner General", wie er sich später besingt. Der eine hat einen Po-langen Zopf und tanzt eine Mischung aus Techno und Robot Dance, während ein anderer seine Hüften lustig von links nach rechts bewegt. Dabei tragen sie Partnerlook: blaue Chino-Hosen, weiße T-Shirts.

Romano sieht "geile Menschen"

"Mutti, der geht raus an dich", kündigt Romano, diese Mischung aus Wikinger und Westcoast-Rapper, an und schreitet von auf der Bühne von links nach rechts, von vorn nach hinten. Dabei ist sein Gang so eine Mischung aus Clown, Prolet und Berlin-Hipster. Ebene undefinierbar und nicht klar einzuordnen. Wie alles an ihm. Romano, der eigentlich Roman Geike heißt und in Köpenick aufgewachsen ist, rappt mal über Metal, dann über Mutti und Karl May, um dann in "Der schöne General" von weißen Schimmeln, dem siebten Himmel und Delfinen zu singen. Seit über 20 Jahren macht er Musik – man hat den Eindruck, es...

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