Konzernchefs: Trump soll Aufenthalt für illegal eingereiste Kinder sichern

Dutzende US-Konzernchefs haben von US-Präsident Donald Trump gefordert, an der Aufenthaltsregelung für illegal in die USA gebrachte Kinder festzuhalten. Fast 800.000 Menschen sind von der anstehenden Entscheidung Trumps betroffen

Dutzende US-Konzernchefs haben von US-Präsident Donald Trump gefordert, an der Aufenthaltsregelung für illegal in die USA gebrachte Kinder festzuhalten. Die Vorsitzenden von Unternehmen wie Amazon, Apple, Facebook und General Motors riefen am Freitag Trump und die Parteien im US-Kongress in einem Brief auf, ein entsprechendes Dekret von Ex-Präsident Barack Obama zu verlängern. Es erlaubt Kindern, die im Alter von unter 16 Jahren illegal in die USA gebracht worden waren, eine verlängerbare, zweijährige Arbeitserlaubnis zu erhalten.

Die Unternehmenschefs warnten vor wirtschaftlichen Verlusten, sollte das als Daca bekannte Programm nicht fortgeführt werden. Die Begünstigten "sind in Amerika aufgewachsen, sind bei der Regierung registriert, leisten fleißig ihren Beitrag in der Gemeinschaft und zahlen Steuern", hieß es in der Aufforderung der Konzernchefs.

Fast 800.000 Menschen sind von der anstehenden Entscheidung Trumps über eine Verlängerung oder einen Stopp des Daca-Programms betroffen. Sollte es nicht fortgeführt werden, rechnen die Unternehmer mit einem volkswirtschaftlichen Verlust in Höhe von 460,3 Milliarden Dollar (knapp 390 Milliarden Euro). Diese "hart arbeitenden jungen Leute" könnten dann nicht mehr legal in den USA arbeiten und wären dem Risiko einer sofortigen Abschiebung ausgesetzt, erklärten die Unternehmenschefs.

Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders erklärte am Freitag, die Prüfung des künftigen Umgangs mit Daca sei in der abschließenden Phase. Die Entscheidung werde am nächsten Dienstag verkündet, sagte sie. Der Sender Fox News hatte am Donnerstag berichtet, der US-Präsident werde das Dekret auslaufen lassen und keine neuen Arbeitserlaubnisse mehr ausstellen.