Konzeptstudie Skoda Vision In: Neue Skizzen vom Exterieur

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Skoda Vision In

Kleinwagen-SUV mit moderner Technik (Update)

Die Studie Skoda Vision In gibt einen Ausblick auf ein kleines UV für den indischen Markt, das etwa die Maße eines Skoda Kamiq besitzt. Präsentiert wird der Wagen auf der Auto Expo 2020 in Neu-Delhi (5. bis 12. Februar 2020). Nach der im Dezember veröffentlichten Skizze vom Cockpit zeigt Skoda nun Zeichnungen vom Exterieur.

Alles zum etwa gleich großen Kamiq und zum Segment:

Skoda bezeichnet den Wagen als Kompakt-SUV, wir würden ihn eher als Kleinwagen-SUV bezeichnen. Erstens ist es kürzer als 4,30 Meter – hier ziehen wir die Grenze zwischen Kleinwagen-SUVs und Kompakt-SUVs. Und zweitens basiert der Wagen auf einer Kleinwagen-Plattform, aber dazu später mehr.

Die Studie hat mit 4,26 Meter Länge etwa die Größe des Skoda Kamiq, der 4,24 Meter misst. Wer denkt, das Kompakt-SUV für Indien dürfte deutlich einfacher gestrickt sein, könnte sich täuschen, denn zumindest die Cockpit-Skizze wirkt recht modern und technisch anspruchsvoll.

Skoda Vision In

So gibt es ein großes Infotainmentdisplay in der Mitte und laut Skoda hat die Studie außerdem ein Display (Virtual Cockpit) statt konventioneller Instrumente. Dazu kommt eine schwebende Mittelkonsole, auf der ein winziger Getriebewahlhebel positioniert ist. Das Armaturenbrett soll in der Mitte die Konturen des Skoda-Grills zitieren. Mit Orange wählen die Skoda-Designer eine lebhafte und jugendliche Farbe. Sie kommt großflächig zum Einsatz, beispielsweise an der mittleren Armlehne und an den Türverkleidungen. Auch die seitlichen, verchromten Lüftungsdüsen fallen ins Auge.

Das Multifunktionslenkrad hat wie beim neuen Octavia drei Speichen sowie Tasten und Rändelrädchen. Beides gehört nun offenbar zum neuen Bedienkonzept der Marke, genauso wie der kleine Getriebe-Wahlhebel. 

Ein Kristallelement auf der Instrumententafel dürfte als die Skoda-typische Anspielung auf die "böhmische Glasmacherkunst" zu verstehen sein, auch wenn Skoda diesen sonst oft zitierten Anklang nicht erwähnt. Die indischen Kunden dürften sich wohl wenig für die Handwerkskunst eines so fernen (und im Vergleich mit Indien winzig kleinen) Landes interessieren.

Die Designstudie basiert wie der Skoda Kamiq auf dem Modularen Querbaukasten in der Kleinwagenvariante MQB‑A0. Jedoch wurde diese speziell für Indien angepasst und trägt nun die Bezeichnung MQB‑A0-IN. Die zwei Buchstaben stehen natürlich für Indien und erklären offenbar auch den Namen der Studie, Vision In. Auf der gleichen Basis sollen künftig weitere Skoda- und VW-Modelle entstehen. Skoda übernimmt für dieses "Projekt India 2.0" die Federführung für den Konzern.