Kontroverse um neuen Film: Woody Allen thematisiert sexuelles Verhältnis zu einer Minderjährigen

Woody Allen sorgt aktuell für Diskussionen. (Bild: AP Photo)

Die Dreharbeiten von „A Rainy Day in New York“ sind in vollem Gange – und schon häufen sich die Schlagzeilen zu Woody Allens neuem Filmprojekt. Im Fokus steht eine Affäre zwischen einem erwachsenen Mann und einer 15-Jährigen. Für Kritiker sind die Parallelen zu seiner eigenen Lebensgeschichte dabei unübersehbar.

Sein jüngster Film „Wonder Wheel“ ist noch nicht einmal in Deutschland erschienen und schon arbeitet Regisseur Woody Allen bereits an seinem nächsten Projekt. In „A Rainy Day in New York“ geht es um einen verheirateten Mann mittleren Alters (Jude Law), der zahlreiche Affären mit jüngeren Frauen eingeht. Offenbar hat der Hauptcharakter des Films auch ein sexuelles Verhältnis zu einer 15-Jährigen. Das Teenager-Mädchen wird von der 19-jährigen Schauspielerin Elle Fanning verkörpert. Bisher ist aber nicht bekannt, ob es tatsächlich zu einer Sexszene kommt.

Woody Allen mit seiner Adoptivtochter und späteren Ehefrau Soon-Yi Previn. (Bild: ddp Images)

Besonders auf Twitter löste diese Storyline eine Welle der Empörung aus, da die Parallelen zu seinem eigenen Lebensentwurf mehr als deutlich erscheinen. Nachdem sich seine Partnerin Mia Farrow 1992 von dem Regisseur getrennt hatte, beschuldigte sie ihn, seine damals siebenjährige Adoptivtochter Dylan sexuell missbraucht zu haben. Die von dem Mädchen geschilderten Übergriffe konnten jedoch nie abschließend bewiesen werden. Zudem hatte Farrow Nacktfotos von ihrer damals 21-jährigen Adoptivtochter Soon-Yi Previn bei Allen entdeckt. Er gestand daraufhin sein langjähriges Verhältnis zu ihr – 1997 heiratete Allen seine Adoptivtochter.

Via Twitter drückten User nun ihren Unmut über das Filmprojekt aus: „Woody Allen ist so unverschämt. Du wirst beschuldigt, eine deiner Töchter sexuell missbraucht zu haben, du heiratest die andere und dann verbringst du den Rest deines Lebens damit, Filme über sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern zu machen“, twitterte eine Userin.

Ein anderer Nutzer schrieb: „Ich habe immer gedacht, es sei unkultiviert, nie einen Film von Woody Allen gesehen zu haben. Nun kommt heraus, dass ich einfach das Richtige getan habe.“ Eine weitere Userin kommentierte außerdem: „Kannst du dir vorstellen, was Menschen über dich sagen und du schreibst sowas trotzdem in deinen Film hinein?“

Zuletzt machte Allen mit einem Statement über Harvey Weinstein auf sich aufmerksam, indem er sich zu dessen Missbrauchsskandal äußerte. Allen sei besorgt über die „Hexenjagdatmosphäre“, in der jeder Mann, der in einem Büro eine Frau anzwinkert, plötzlich einen Anwalt rufen muss, wie er gegenüber dem Sender BBC verlauten ließ. Später stellte er klar, dass seine Aussage völlig missverstanden worden sei.

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