Kontrollverlust bei Ariane-Rakete

Start einer Ariane-Trägerrakete im Dezember

Kontrollverlust beim Start einer Ariane-5-Rakete: Nach dem Abheben der Trägerrakete mit zwei Satelliten vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou verlor die Bodenstation am Donnerstagabend für rund eine halbe Stunde den Kontakt, wie die Gesellschaft Arianespace mitteilte. Die Ariane-Rakete platzierte die Satelliten daraufhin zwar in der Erdumlaufbahn - allerdings nicht an der richtigen Stelle. Einer der Betreiber ist dennoch zuversichtlich.

Die Panne beim ersten Start dieses Jahres habe im Jupiter-Saal des Weltraumbahnhofs für "große Unruhe" gesorgt, erklärte Arianespace. Der Chef des Raumfahrtunternehmens, Stéphane Israel, sprach von einer "Anomalie" nach dem zunächst planmäßigen Start um 23.20 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Bodenkontrolle verlor den Angaben zufolge zwischen der neunten und der 37. Minute nach dem Abheben den Kontakt zur Rakete.

Die Ariane 5 setzte die Satelliten zwar in der Umlaufbahn aus, allerdings nicht am richtigen Ort. Arianespace erklärte, nun werde versucht, die Satelliten mit Hilfe ihrer Antriebssysteme an den richtigen Platz zu bringen.

Bei den Satelliten handelt es sich um zwei kommerzielle Telekommunikationssatelliten - für das Luxemburger Unternehmen SES sowie für Yahsat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die SES gab eine vorläufige Entwarnung: Der Satellit sei nicht beschädigt, er werde die vorgesehene Umlaufbahn dank seines elektrischen Antriebs voraussichtlich in einigen Monaten erreichen. Der Luxemburger Satellit transportiert auch Material für ein Forschungsprogramm der US-Weltraumbehörde Nasa namens GOLD, mit dem Teilchen in der Erdatmosphäre untersucht werden sollen.

Arianespace hat seit seiner Gründung 1980 mehr als 550 Satelliten ins All befördert, darunter auch Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo.