Kontrollen in Italiens Gesundheitsbereich: Mehr als 130 Anzeigen

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ROM (dpa-AFX) - Die italienische Polizei hat in landesweiten Kontrollen im Gesundheitsbereich mehr als 300 Angestellte bei der Arbeit aufgespürt, die gegen die Impfpflicht verstießen. Davon hätten die Ermittler 135 Ärzte, Apotheker und Bedienstete in der Pflege bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, die trotz bestehender Verbote zur Arbeit kamen, teilten die Carabinieri am Mittwoch in Rom mit. Die Polizei habe außerdem sechs Praxen und zwei Apotheken geschlossen, in denen noch gearbeitet wurde, obwohl das zuvor schon wegen Verstößen untersagt worden war. Die Überprüfungen liefen seit November. In dieser Zeit untersuchte die Polizei nach eigenen Angaben rund 6600 Stellen.

Italiens Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi hatte bereits im April eine Impfpflicht für die Angestellten im Gesundheitsbereich eingeführt. Ende November erweiterte sie diese auch auf die Mitarbeiter der Verwaltung in den Gesundheitseinrichtungen. Seit dem 15. Dezember braucht das Personal außerdem die Auffrischungsimpfung. Wer ungeimpft zur Arbeit kommt, riskiert Geldstrafen. Wer die nötige Impfung nicht vorweisen kann, darf zunächst nicht mehr zur Arbeit kommen und riskiert, kein Gehalt zu bekommen.

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