Konkurrenz zu stark: Seitz verpasst Medaille

Elisabeth Seitz wurde im Finale Fünfte

Die Konkurrenz war einfach zu stark: Trotz einer exzellenten Übung am Stufenbarren ist Elisabeth Seitz bei den Weltmeisterschaften in Montreal an einer Medaille vorbeigeturnt.

Die Sportsoldatin kam in einem hochklassigen Finale auf Rang fünf, sie verließ mit einem Strahlen und zwei hochgereckten Daumen das Podium.

Der Vortrag der 23-Jährigen war auf den Punkt zelebriert, doch im Vergleich zu ihren Rivalinnen fehlte es an der einen oder anderen Höchstschwierigkeit. Die Konkurrenz hätte patzen müssen, um Seitz einen Medaillengewinn zu ermöglichen, doch diesen Gefallen tat sie der Olympiavierten nicht.

Wie schon bei der WM 2015 in Glasgow ging die Goldmedaille an Fan Yilin. Der Chinesin am nächsten kamen Jelena Jeremina aus Russland sowie die belgische Europameisterin Nina Derwael. Am Ende fehlten knapp 0,3 Punkte zur Bronzemedaille.

"Ich bin froh, nach meinen langwierigen Rückenproblemen überhaupt so weit gekommen zu sein", sagte Seitz. Im Mehrkampf hatte sie als Neunte ein weiteres herausragendes Ergebnis abgeliefert.

Am Boden setzte sich der favorisierte Japaner Kenzo Shirai souverän durch. Maria Paseka aus Russland verteidigte ihren Titel beim Sprung erfolgreich. Beim Pauschenpferd ging der Titel an Olympiasieger Max Whitlock aus Großbritannien.

Einen phänomenalen Auftritt legte die schier unverwüstliche Oksana Chusovitina hin. Mittlerweile 42 Jahre alt, belegte die Usbekin beim Sprung den fünften Platz. An diesem Gerät hatte "Chuso", die von 2006 bis 2012 für den DTB an die Geräte ging, bereits vor 26 (!) Jahren WM-Silber gewonnen.

Die Welttitelkämpfe werden am Sonntag (19.00 Uhr) mit den restlichen fünf Gerätefinals abgeschlossen. Dabei haben sich die Weltcup-Gesamtsiegerin Tabea Alt aus Ludwigsburg sowie die WM-Dritte Pauline Schäfer (Chemnitz) für die Medaillenentscheidung am Schwebebalken qualifiziert. Im Endkampf am Barren steht der ehemalige Europameister Marcel Nguyen aus Unterhaching.