Konkurrenz durch Aldi und Primark droht: Neue C&A-Chefin greift durch und plant offenbar Jobabbau

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C&A ist im Umbruch. Seit Januar 2021 ist Giny Boer die Europachefin von C&A – jetzt hat sie einen Plan, um den Modekonzern neu auszurichten. Wie das "Manager Magazin" berichtet, soll stark in das Online-Geschäft investiert werden. So verkauft C&A seit März über die Onlineplattform Zalando. Außerdem sollen Verwaltungsprozesse optimiert werden, um Personalkosten und Zeit zu sparen. Das bedeutet, dass einige Stellen wegfallen könnten. Wie viele, sei jedoch noch unklar und hänge von den Verhandlungen ab.

Geplant sei auch, dass die Hauptverwaltung in Düsseldorf gestärkt wird. Laut Informationen des "Manager Magazins" könnte die zweite Hauptverwaltung in Brüssel ganz wegfallen. Klar ist: Der wichtigste Markt ist in Deutschland und soll als separate Organisation erhalten und gehandelt werden. Die restlichen Standpunkte in Mittelosteuropa, Benelux und Südeuropa sollen zusammengefasst werden. Insgesamt betreibt C&A 1400 Filialen in 18 europäischen Ländern und beschäftigt 23.000 Mitarbeiter.

Jahrelang schon leidet C&A unter sinkenden Besucherzahlen und wird von der Konkurrenz, etwa Primark und Aldi, in die Knie gezwängt. Erfolglos versuchten sich andere Manager bereits an der Aufgabe, das Unternehmen neu aufzustellen. Auch Boers Vorgänger wandten meist Personalkürzungen als Strategie an.

Die Aufgabe, der sich Boer mit ihrem neuen Team stellt, ist angesichts der finanziellen Situation des Unternehmens keine kleine. Im Geschäftsjahr 2019/20 sank der Umsatz von 2,26 auf 2,16 Milliarden Euro – und das noch vor Beginn der Pandemie. Das Pandemie-Geschäftsjahr 2020/21 lässt noch größere Verluste erwarten.

Als eine der ersten Maßnahmen erneuerte Boer das Führungsteam fast vollständig. Personalchef, Digitalchef, Finanzierer und Kommunikationschefin wurden, laut "Manager Magazin", von ihr aus renommierten Firmen wie Ikea, Nike, Adidas und Eon herangeholt.

mwolf

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