Kongresszentrum: Senat sucht Partner für künftigen Betrieb des ICC

Nach dem Auszug der letzten Flüchtlinge muss geklärt werden, wie es mit dem ICC weitergehen solll

Berlin.  Am heutigen Montag ziehen die letzten Geflüchteten aus dem ehemaligen Kongresszentrum ICC in Charlottenburg aus. Ein paar Wochen hat das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten noch Zeit, aufzuräumen und Trennwände zu beseitigen, zum Ende dieses Monats muss es das "Raumschiff" der Messe Berlin übergeben.

Und dann? "Dann ruht das ICC wieder in Frieden", seufzte ein Insider. Ein Sanierungskonzept für das Gebäude gibt es nicht, ein tragfähiges und in der Landesregierung abgestimmtes Nutzungskonzept ebenfalls nicht. Die politische Auseinandersetzung ist in den vergangenen Jahren nicht wirklich weitergekommen, die Planung ebenso wenig.

Der 313 Meter lange, 89 Meter breite und fast 40 Meter hohe Koloss wurde im April 1979 eröffnet und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der deutschen Nachkriegsjahrzehnte. Mit Baukosten von fast einer Milliarde D-Mark war er das teuerste Gebäude in West-Berlin.

Als Kongresszentrum errang das ICC mehrfach internationale Auszeichnungen, dennoch wurde es im April 2014 geschlossen. Es ist stark sanierungsbedürftig, Schadstoffe müssen entfernt, die Technik grundlegend erneuert werden. Ein weiteres zentrales Problem: Das Gebäude war bislang nicht wirtschaftlich zu betreiben – die Betriebskosten hoch, das Verhältnis von Nutz- zur Gesamtfläche ungünstig. Eigentümer ist das Land Berlin, Pächterin und Betreiberin die Messe-GmbH.

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