Kongresszentrum: Berliner Messe ist für den Abriss des ICC

Das ICC

Seit vielen Jahren wird in Berlin über die Zukunft des Internationalen Congress Centrums (ICC) diskutiert, bislang immer ohne Ergebnis. Nun ist die Berliner Messegesellschaft die Sache leid. "Ich bin für den Abriss des ICC", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Messegesellschaft, Wolf-Dieter Wolf, der Berliner Morgenpost. Man müsse sich endlich "mit wirtschaftlichen Lösungen" beschäftigen, so Wolf.

Das ICC, das im Jahr 1979 eröffnet worden war und als eines der markantesten Gebäude in Berlin gilt, steht seit drei Jahren weitgehend leer. Die letzte Veranstaltung in dem Kongresszen­trum war die Daimler-Hauptversammlung am 9. April 2014, dann wurde das große, auch mit Asbest belastete Gebäude geschlossen. Angesichts des Flüchtlingszustroms vor zwei Jahren wurde das ICC vom damaligen rot-schwarzen Senat wieder geöffnet und als Notunterkunft für mehr als 500 Flüchtlinge genutzt. Die letzten Flüchtlinge zogen im Spätsommer dieses Jahres aus.

Messe-Aufsichtsrat Wolf beklagt, dass in der Vergangenheit alle Ideen zum ICC kritisiert worden seien – vom Einkaufszentrum über ein neues Kongresszentrum bis zur Bibliothek. "Das darf aber nicht dazu führen, dass das ICC in den nächsten zehn Jahren vor sich hin gammelt." Wenn jemand jetzt den Mut haben und sagen würde: "Das ändern wir, indem wir das ICC abreißen und dort etwas Neues hinstellen", dann werde "das in einigen Jahren sicher zu Beifallsstürmen führen", so Wolf, der seit Frühjahr Aufsichtsratschef der Messegesellschaft ist.

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