Konferenz der Putin-Kritiker: Psychiater hält Putin für Diktator mit psychischem Knacks

Boris Reitschuster
Die Konferenz der Putin-Kritiker Putincon in New York

Manchmal ist es gar nicht der Kreml, der seine Kritiker mundtot macht.

In ganz ungewohntem Ambiente versammelten sich kurz vor der “Präsidentschaftswahl” am Sonntag Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Russland-Fachleute im New Yorker “New Word Stages“ –einem Theater nur einen Steinwurf vom Broadway entfernt – zur Putincon.

Ziel der Konferenz mit 380 zahlenden Zuschauern am vergangenen Freitag: Die Menschen im Westen über den Kremlchef aufzuklären. Was dann gar nicht einfach wurde.

Video offline: Diesmal war wohl nicht der Kreml schuld

Zunächst musste das Video-Grußwort des Oppositionsführers Alexej Nawalny aus dem fernen Moskau mehrmals neu gestartet werden –
immer wieder kam es zu technischen Problemen. Erst nach Stunden war Nawalnys Botschaft auf der Leinwand zu sehen.

Doch es kam noch schlimmer: Kaum war die Konferenz beendet, schon war die Aufzeichnung auf Youtube nicht mehr aufrufbar – wegen angeblicher Urheberrechts-Verletzungen erschien nur noch ein schwarzer Bildschirm

Schuld daran war aber offenbar weniger der Kreml und seine Geheimdienst als die Auswahl der Musik, die in den Pausen gespielt wurde – und für die keine Online-Lizenzen vorlagen.

Erst nach knapp einem Tag zog wieder Glasnost ein – die Aufzeichnung ist inzwischen wieder online

Verfolgte Redner, hohe Sicherheitsvorkehrungen

Doch solche Organisationspannen blieben die Ausnahme: Zeichnen sich Veranstaltungen von Kreml-Gegnern sonst eher durch Improvisation und ein gewisses Maß an Chaos aus, so war in New York alles stramm durchorganisiert und nichts...

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