Kompakt: Kobers Olympia-Traum ist geplatzt

Amelie Kober verpasst Olympia 2018

SPORT1 fasst die Wintersport-Ereignisse des Tages zusammen. 

+++ 12.49 Uhr: Kobers Olympia-Traum geplatzt +++

Die hochdekorierten Snowboarderinnen Amelie Kober und Anke Wöhrer haben ihren Kampf um eine Olympia-Teilnahme in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) verloren.

Das Duo, das 2014 in Sotschi noch Medaillen geholt hatte, scheiterte auch im zweiten Parallel-Riesenslalom beim Weltcup in Rogla (Slowenien) bereits in der Qualifikation. Damit ließen beide ihre letzte Chance auf die Erfüllung der nationalen Norm ungenutzt.

Das Olympia-Aus kommt für Kober und Wöhrer allerdings nicht sehr überraschend, hatten sie doch zuletzt mit Verletzungen bzw. gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Beide hatten nur die halbe Olympia-Norm erfüllt.

Kober (30) gewann 2006 in Turin Olympia-Silber im Parallel-Riesenslalom und 2014 in Sotschi im jetzt nicht mehr olympischen Parallel-Slalom Bronze. Wöhrer (32) hatte vor vier Jahren unter ihrem Mädchennamen Karstens PSL-Silber geholt.

+++ 12.08 Uhr: Loch in Lillehammer nur Fünfter +++

Drei Wochen vor Beginn der Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang haben die deutschen Rodler um Olympiasieger Felix Loch den nächsten Dämpfer kassiert.

Der 28-Jährige aus Berchtesgaden fuhr auf der vorletzten Weltcup-Station im norwegischen Lillehammer beim Sieg des Südtirolers Dominik Fischnaller nur auf Platz fünf. Die beiden weiteren Olympia-Starter Johannes Ludwig (Oberhof) und Andi Langenhan (Zella-Mehlis) kamen auf die Plätze vier und 19.

Der ehemalige Vizeweltmeister Ralf Palik (Oberwiesenthal) fuhr auf Rang 22, Chris Eißler (Zwickau) wurde 32. und damit Letzter. "Es muss mal langsam etwas besser werden. Insgesamt muss bei den Männern Stabilität rein", kritisierte Bundestrainer Norbert Loch in der ARD seine Schützlinge: "Das ist etwas, das mir stinkt."

+++ 11.59 Uhr: Fischer holt Olympia-Ticket - und verletzt sich +++

Snowboardcrosserin Jana Fischer hat sich mit ihrem besten Weltcup-Ergebnis einen sicheren Startplatz bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) geholt.

Die 18-Jährige aus Bräunlingen im Schwarzwald belegte in Erzurum/Türkei Platz acht und war damit beste Deutsche. Im Training für den Teamwettbewerb am Sonntag krachte Fischer allerdings in einen im Kurs liegenden Fangzaun und zog sich Bundestrainer Bernard Loer zufolge eine leichte Gehirnerschütterung zu.

"Da haben die Streckenposten nicht sauber abgewunken", sagte Loer verärgert. Fischer und ihre Kollegin Hanna Ihedioha (Geisenhausen) konnten deshalb nicht an den Start gehen und wurden auf Rang acht gewertet. Auch Paul Berg (Konstanz) und Martin Nörl (Adlkofen) hatten Pech. Sie schieden nach einem unverschuldeten Sturz im Viertelfinale des Team-Wettbewerbs aus und belegten Platz 14. Der Kanadier Kevin Hill war in Berg hineingefahren.

"Er kann sich bewegen. Auf den ersten Blick ist nichts gebrochen. Wahrscheinlich ist es nur eine schwere schmerzhafte Gesäßprellung", sagte Loer über Berg. Dieser war im Einzel am Samstag als 14. bester Deutscher.  

+++ 11.04 Uhr: Olympia-Generalprobe abgesagt +++

Die für den 3. und 4. Februar geplante Olympia-Generalprobe der Skispringerinnen ist dem Wetter zum Opfer gefallen. Anhaltend hohe Temperaturen zwangen die Organisatoren im österreichischen Hinzenbach am Sonntag zu einer Absage der beiden Weltcup-Konkurrenzen. 

"Wir hatten seit Silvester keine passenden Minustemperaturen, um Maschinenschnee zu produzieren. Und der wenige Schnee, den wir hatten, ist längst dem Regen zum Opfer gefallen", sagte Bernhard Zauner, Verantwortlicher des lokalen Organisationskomitees. 

Sollte kein Ersatz gefunden werden, finden die letzten Weltcup-Springen vor den Winterspielen im südkoreanischen Pyeonchang (9. bis 25. Februar) somit am kommenden Wochenende im slowenischen Ljubno statt.

+++ 10.52 Uhr: Zwei Deutsche Langläuferinnen in Top 20 +++

Skilangläuferin Stefanie Böhler (Ibach) hat beim Weltcup im slowenischen Planica mit Platz 17 für das beste deutsche Ergebnis gesorgt.

Nach zehn Kilometern im klassischen Stil hatte die 36-Jährige 1:33 Minuten Rückstand auf die Finnin Krista Pärmäkoski, die den ersten Sieg ihrer Karriere feierte. Eine Überraschung gelang Pia Fink (Bremelau) auf Rang 19. Für die 22-Jährige war es das beste Ergebnis ihrer Laufbahn.

Pärmäkoski gewann nach 27:08,7 Minuten knapp vor der Schwedin Charlotte Kalla (+3,6 Sekunden) und Tour-de-Ski-Siegerin Heidi Weng aus Norwegen (+33,5), die ihre Führung im Hesamtweltcup behauptete. Die übrigen DSV-Starterinnen verpassten in Abwesenheit von Nicole Fessel (Oberstdorf) die Punkte.