Kompakt: Langlauf-Duo scheitert im Viertelfinale

Sandra Ringwald gehört zu den besten Sprinterinnen im deutschen Team

+++ Skilanglauf: Ringwald und Henning raus +++

Die Athleten haben auch zum Auftakt der zweiten Weltcup-Station in Lillehammer enttäuscht und warten im Olympiawinter weiter auf ein Erfolgserlebnis.

Sandra Ringwald überzeugte zwar wie schon eine Woche zuvor in Kuusamo mit Platz sechs in der Qualifikation zum Klassiksprint, schied aber erneut gleich in der ersten K.o.-Runde als Fünfte ihres Laufes chancenlos aus.

Neben Ringwald hatte aus dem zehnköpfigen DSV-Sprintaufgebot nur Katharina Hennig den Prolog überstanden, doch auch für die 21-Jährige war im Viertelfinale mit großem Rückstand als Sechste und Letzte Endstation.

Den Sieg bei den Frauen sicherte sich souverän Norwegens Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla vor der Finnin Krista Parmakoski und Prolog-Siegerin Sadie Bjornsen (USA).

Bei den Männern setzte Norwegens Jungstar Johannes Hösflot Kläbo nach seinem Dreifach-Triumph von Kuusamo seine Siegesserie fort und setzte sich vor den Russen Sergej Ustjugow und Alexander Bolschunow durch.

+++ Nordische Kombination: Deutschland mit Defizit in die Loipe +++

Die deutschen Kombinierer müssen beim ersten Teamwettbewerb der Olympiasaison eine Aufholjagd starten. Beim Weltcup in Lillehammer liegt das DSV-Quartett mit den Staffel-Weltmeistern Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle sowie Junioren-Weltmeister Vinzenz Geiger nach dem Springen auf Platz zwei und geht mit 46 Sekunden Rückstand auf die führenden Norweger in die abschließende 4x5-km-Staffel (13.45 Uhr im LIVETICKER).

Japan liegt mit 50 Sekunden Rückstand auf Platz drei, Frankreich ist Vierter (+1:12 Minuten), Österreich kam nur auf Rang fünf (+1:28). "Wir sind zufrieden, müssen bei dem Rückstand aber ziemlich aggressiv für den Langlauf aufstellen", sagte der deutsche Sprungtrainer Ronny Ackermann in der ARD.

Gesamtweltcupsieger Frenzel, der in der Probe noch 100,0 m gesprungen war, blieb im Wettkampf mit 95,0 m hinter seinen Möglichkeiten zurück. "Der Sprung war solide. Ich habe hier aber schon bessere gezeigt, deshalb ist es ein wenig schade", sagte Frenzel. Auch Schlussspringer Rydzek haderte mit seinen 95,0 m.   

Geiger, der von Bundestrainer Hermann Weinbuch den Vorzug vor Routinier Björn Kircheisen erhalten hatte, rechtfertigte das Vertrauen mit ebenfalls 95,0 m und damit dem zweitweitesten Sprung der ersten Gruppe.

Dem derzeit sprungschwachen Rießle gelang mit 89,0 m ein für seine Verhältnisse ordentlicher Versuch, der Schwarzwälder verlor allerdings 13,5 m auf Norwegens Jungstar Jarl Magnus Riiber.

+++ Skilanglauf: DSV-Duo im Viertelfinale +++

Sandra Ringwald ist beim Weltcup im norwegischen Lillehammer als starke Sechste der Qualifikation ins Viertelfinale des Klassiksprints eingezogen.

Die 27-Jährige lag nach 1,3 km 2,35 Sekunden hinter der Prologschnellsten Sadie Bjornsen aus den USA. Neben der besten deutschen Sprinterin erreichte auch Katharina Hennig als 24. die K.o.-Runde der besten 30 ab 11.30 Uhr.

Ringwald war bereits eine Woche zuvor beim Auftakt im finnischen Kuusamo in der Qualifikation des Klassiksprints Sechste geworden, dann aber bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Ihr 18. Platz ist dennoch das bislang beste Resultat des deutschen Loipen-Teams in der Olympia-Saison.

Ausgeschieden sind in Lillehammer die weiter formschwache Sprint-Spezialistin Hanna Kolb (48.) sowie Stefanie Böhler (45.), Victoria Carl (49.) und Elisabeth Schicho (54.). Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla (4.) und Rekord-Weltmeisterin Marit Björgen (beide Norwegen/21.), die in Kuusamo noch in der Qualifikation gescheitert waren, hielten sich diesmal schadlos und erreichten das Viertelfinale.

Bei den Männern lag Norwegens Jungstar Johannes Hösflot Kläbo, Dreifach-Sieger am Auftaktwochenende, klar vorne und verwies nach 1,5 km mit stolzen 4,31 Sekunden Vorsprung den Russen Alexander Bolschunow auf Platz zwei.

Das russische Team muss ab Lillehammer ohne die mutmaßlichen Sotschi-Dopingsünder um Alexander Legkow und Maxim Wylegschanin auskommen, die nach der lebenslangen Olympiasperre durch das IOC am Donnerstag auch vom Skiweltverband FIS suspendiert worden waren.

Die deutschen Starter scheiterten wie schon in Kuusamo in der Qualifikation. Sebastian Eisenlauer wurde 33., Thomas Bing 47. und Andreas Katz 70. unter 69 Startern. Auch Norwegens kriselnder Rekordweltmeister Petter Northug, der über die nationale Gruppe zu seinem Saisondebüt kam, blieb als 32. auf der Strecke.