Kommunale Unternehmen sehen Digitalisierung als Chance für ländliche Gebiete

Leerrohr für Glasfaserkabel

Die kommunalen Unternehmen sehen im Breitbandausbau und der Digitalisierung eine große Chance für ländliche Gebiete. 84 Prozent der teilnehmenden Firmen gaben bei einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) an, dass Digitalisierung "die Attraktivität des ländlichen Raums als Wohn- und Arbeitsort" erhöhe. Zwei Drittel gaben an, die Digitalisierung reduziere strukturelle Nachteile des Landlebens. Die Hälfte glaubt, sie fördere gleichwertige Lebensverhältnisse.

Der VKU hatte Anfang Januar mehr als 1400 Mitgliedsunternehmen befragt, von denen rund 300 antworteten. Mehr als die Hälfte der Rückläufe kommen von Energie- oder Wasserversorgern. 38 Prozent arbeiten in eher ländlichen Gebieten, 22 Prozent in eher städtischen Gebieten und der Rest in Mischgebieten. 34 Prozent verzeichnen nach eigenen Angaben einen Bevölkerungsrückgang, 42 Prozent ein Wachstum.

65 Prozent der Unternehmen nannten den Breitbandausbau die größte Herausforderung für die Infrastruktur. Für 57 Prozent ist dies "bezahlbarer Infrastrukturerhalt", wozu etwa Wasserleitungen oder Abwasserkanäle gehören. Mehrfachnennungen waren hier möglich.

Rund 40 Prozent der kommunalen Unternehmen erachten die Versorgung mit schnellem Internet als "zentrales Zukunftsproblem" in ihrem Versorgungsgebiet. 31 Prozent widersprachen dem, und 23 Prozent gaben an, dass Planungen für schnelle Internetleitungen zwar bestünden, die Umsetzung aber stocke.