Kommt es zwischen Özil und dem DFB zur Versöhnung?

SPORT1
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Die Karriere von Mesut Özil in der deutschen Nationalmannschaft endete im Jahr 2018 mit einem großen Knall.

Der Weltmeister von 2014 verabschiedete sich über die sozialen Netzwerke aus dem DFB-Team - ohne vorher das persönliche Gespräch zu suchen. In einem von drei Beiträgen kritisierte er "Rassismus und fehlenden Respekt". Besonders den damaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel griff Özil scharf an.

Nun gibt es erste Anzeichen einer Versöhnung zwischen den beiden Parteien. Laut Bild soll der neue DFB-Präsident Fritz Keller Özil kurz vor dem Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und der Türkei im Oktober einen laut des 32-Jährigen "netten, persönlichen Brief" geschrieben. Dieses Schreiben soll einen Dialog-Vorschlag enthalten haben, der im Umfeld Özils gut angekommen sei.

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"Wir waren informiert, dass unser Präsident Kontakt zu Mesut aufgenommen hat. Wenn ein Treffen daraus entsteht und sich alle an einen Tisch setzen, würden wir uns freuen. Ich hatte auch schon mit Mesut zu seinem Geburtstag über WhatsApp Kontakt und er hat sehr nett geantwortet", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff der Bild.

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DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius räumte schon im Herbst gegenüber der türkischen Zeitung Hürriyet Fehler ein, die im Umgang mit der Erdogan-Affäre gemacht wurden.

"Wir haben uns viel zu spät vor unsere Spieler gestellt. Und haben gerade dann, als zumindest in einigen Teilen der Bevölkerung Unverständnis in Hass und Rassismus umschlug, Mesut nicht das Gefühl gegeben: Wir stehen hinter dir. Komme, was da wolle", so der 45-Jährige.

Auch Bundestrainer Joachim Löw soll einer Versöhnung positiv gegenüberstehen.

Wie Özil selbst die Sache sieht, ist allerdings unklar. Die Veröffentlichung des Briefes von Keller hatte er, wie auch alle bisherigen Annährungsversuche, abgelehnt. Aber vielleicht ist der Spielmacher mittlerweile auch daran interessiert, das Kriegsbeil zu begraben.

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