Kommentar: Die USA und Russland verhalten sich wie im Kalten Krieg

Die USA lässt russische Konsulate schließen.

Am heutigen Freitag müssen die USA ihr diplomatisches Personal in Russland um 755 Mitarbeiter verringern – die Antwort des Kremls auf die neuen Sanktionen der Amerikaner gegen russische Banken und Rohstoffunternehmen. Das US-Außenministerium hat diesen Konter schon im Voraus gekontert: Am 23. August stoppte es die Ausgabe von Touristen- und Geschäftsvisa in ganz Russland bis zum 1. September. Danach werden sie nur noch in der Moskauer Botschaft erteilt – mit enormen Wartezeiten. Und wie am Donnerstag bekannt wurde, müssen die Russen ihr Konsulat in San Francisco schließen.

In Moskau  behauptet man, hinter den immer neuen amerikanischen Strafmaßnahmen stecke das „Establishment“ in Washington, dass Donald Trumps warme Wahlkampfworte für Russland abstrafen wolle. Keine ganz falsche Sicht der Dinge. Trumps Schwäche für Moskau ist tatsächlich Lieblingszielscheibe seiner innenpolitischen Gegner.

Westliche Sanktionen greifen nicht

Aber tatsächlich gibt es mehr Gründe für die Sanktionen. Auch die EU, selbst die neutrale Schweiz, halten sich eisern an jene Finanz- und Importeinschränkungen gegen Russland, mit denen der Westen im Juli 2014 auf die Annexion der Krim und die verdeckte Intervention in der...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung