Kommentar zu Terror in Spanien: Es ist schwer, den Terrorismus zu verhindern

Unser Autor ist dennoch der Meinung, dass der Kampf dagegen besser werden kann.

Hinterher ist man immer klüger. Und darum geht es genau, wenn wir uns jetzt die Hintergründe der Terrorattentate von Barcelona und Cambrils näher anschauen: klüger zu werden. Lehren zu ziehen. Es ist leicht, sich dem Terrorismus mit einer Tastatur bewaffnet entgegenzustellen und zornige Onlinekommentare oder abgewogene Leitartikel zu schreiben. Es ist schwer, den Terrorismus zu bekämpfen und vor allem: ihn zu verhindern. Dass in Katalonien 15 Menschen starben, ist niemandes Versagen. Aber vielleicht und hoffentlich ist es möglich, in diesem Kampf immer noch besser zu werden.

Als am frühen Morgen des 11. März 2004 in Madrid vier Vorortzüge explodierten, war Spanien auf einen solchen Schlag nicht vorbereitet. Nicht zufällig war die These der ersten Stunden, die die damalige Aznar-Regierung unverantwortlich über die folgenden Tage zu retten versuchte, dass hinter jenen Anschlägen die baskische ETA stecke. Den ETA-Terror kannte Spanien, seit 1968 hatte die Organisation regelmäßig Polizisten, Militärs und politische Gegner ermordet. Aber ein Anschlag solchen Ausmaßes, mit 191 Toten, so vielen wie bei keinem anderen auf europäischem Boden, das war neu. Wenige Stunden nach den Explosionen kamen denn auch die ersten Verdachtsmomente auf, die sich bald erhärteten: Es war ein islamistisches Al-Qaida-Kommando, das die Bomben in den Zügen deponiert hatte. Der mörderische Dschihad war in Spanien angekommen.

Seit 1994 war in Spanien eine Al-Qaida-Zelle aktiv

Es hatte schon zuvor Anzeichen für die islamistische Bedrohung gegeben. Seit 1994 war in Spanien eine der vier europäischen Al-Qaida-Zellen (neben Hamburg, London und Mailand) aktiv gewesen. Im Juli 2001 trafen sich zwei der Köpfe der Attentate vom 11....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung