Kommentar "Tagesspiegel": Corona-Krise

Der "Tagesspiegel" schreibt zu den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Krise:

"Für den Zusammenhalt der Gesellschaft werden die aus epidemiologischer Sicht zweifellos notwendigen Maßnahmen zu einem Härtetest, und zwar je länger sie anhalten. Es gibt keinen Masterplan, nur Fahren auf Sicht. Dennoch sollte sich die Politik vorausschauend auch mit den möglichen gesellschaftlichen Folgen der Schwächung des sozialen Zusammenhalts beschäftigen, wenn die Vorsorgemaßnahmen über Ostern hinaus anhalten. Wie kann man Arbeitnehmer systemwichtiger Branchen so unterstützen,dass sie weiterhin am Arbeitsplatz erscheinen, damit wichtige Güter und Dienstleistungen weiter hergestellt und erbracht werden? Inwiefern könnten Nachbarschaftszirkel gezielt ermuntert werden, ältere Mitbewohner von Mietshäusern durch Einkäufe und Alltagsgespräche zu unterstützen oder Kinder von Nachbarn zu betreuen? (...) Solche Vorschläge könnten mittelfristig helfen, die emotionale Kraft der Solidarität zu nutzen, die wir alle in uns tragen: Gezielten, begrenzten sozialen Austausch bewusst zu fördern und nicht zu behindern. Und damit die negativen Folgen zu dämpfen, die eine längerfristige kollektive Quarantäne für die Gesellschaft mit sich bringen wird."

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