Kommentar zur SPD: Martin Schulz sollte seine Parolen im Wahlkampf überdenken

Der Kanzlerkandidat sprach vom „Angriff auf die Demokratie“.

Vielleicht wird die SPD am Abend des 24. September einsehen müssen, dass es ein Satz war, nur ein Satz, der sie die Wahl gekostet hat. Vielleicht wird dieser Satz bis dahin auch schon wieder vergessen sein und keine Auswirkungen auf den Wahlausgang haben. In jedem Fall aber ist es ein Satz, der besser nicht ausgesprochen worden wäre. Es muss nicht jeder Spitzenkandidat einen Satz prägen, der in die Geschichte der bundesdeutschen Wahlkämpfe als besonders verunglückt und unangemessen eingeht. 

„Anschlag auf die Demokratie“

Seit Martin Schulz in einer Veranstaltungshalle in Dortmund gesagt hat, Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Union legten sich inhaltlich nicht fest und nähmen es deswegen stillschweigend in Kauf, dass immer weniger Menschen in Deutschland zur Wahl gingen, wird über diesen Satz debattiert. „Ich nenne das einen Anschlag auf die Demokratie“, rief Schulz aus, und die Delegierten des SPD-Parteitags klatschten beglückt Beifall.

Wäre es denn, bitteschön, nicht auch eine Nummer kleiner gegangen? Angriff auf die Demokratie? Da stellen wir uns mal ganz dumm und fragen uns, was ein Angriff auf die Demokratie ist? 

Schulz' Angriff geht zu weit

Donald Trumps Politik könnte ein Angriff auf die Demokratie sein. Ähnliches gilt für die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan oder des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban. Vergessen wir auch nicht die Rechtsextremen in Deutschland, deren Horizont an der Grenze des Landes aufhört und in ein trübes Gewässer abfällt, in dem krude Verschwörungstheorien neben nationalistischem Unrat treiben. 

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