Kommentar: Senat muss bei Überlastung von Neu-Lehrern gegensteuern

Brennpunktschulen sollten mit den besten Pädagogen ausgestattet werden

Schulen in sozialen Brennpunkten stehen besonderen Herausforderungen gegenüber – die Zahl der Schüler aus sozial schwachen Familien ist groß, ebenso die Zahl derer mit Migrationshintergrund. Die meisten von ihnen brauchen besonders viel Unterstützung und mithin die besten Lehrer. In Berlin sind nun aber gerade diesen Schulen viele Quereinsteiger zugeordnet worden.

Das hat damit zu tun, dass Laufbahnbewerber sich längst aussuchen können, an welcher Schule sie arbeiten wollen. Zu groß ist der Lehrermangel. Dennoch ist der übermäßige Einsatz von Quereinsteigern an Brennpunktschulen mehr als fragwürdig. Diese neuen Lehrer mögen zwar sehr engagiert sein, fest steht aber, dass sie keine oder nur eine geringe pädagogische Ausbildung haben. Sie müssen sich also in einen neuen Beruf einarbeiten, nebenbei das Referendariat absolvieren und oft sogar noch ein zweites Fach studieren. Das ist viel auf einmal.

Das belastet die ohnehin stark strapazierten Kollegien, die sich um die neuen Lehrer kümmern müssen, aber auch die Quereinsteiger selbst. Viele von ihnen dürfte der Einsatz an einer Brennpunktschule an den Rand der Belastbarkeit bringen, andere vielleicht sogar zum Aufgeben zwingen.

Denkbar wären finanzielle Anreize für Lehrer an Brennpunktschulen

Es ist richtig, wenn Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagt, dass Brennpunktschulen durch verschiedene Programme wie etwa das Bonusprogramm zusätzlich unterstützt werden. Am wichtigsten aber ist, diese Schulen mit den besten Lehrern auszus...

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