Kommentar: Das Schlimmste am Videobeweis ist das Gejaule

Der Video-Assistent kommt seit dieser Saison in der Bundesliga zum Einsatz

Ganz ehrlich: Ich kann es nicht mehr hören. Spieltag für Spieltag dieses ständige Gejaule wegen des Videobeweises. Was habt ihr denn gedacht, liebe Profis, Trainer, Manager, Klubchefs, Stadiongänger und sonstige Sympathisanten des Milliardengeschäfts Fußball? Dass es plötzlich keine Fehlentscheidungen mehr gibt? Keine einzige?

Nur zum besseren Verständnis: Auf dem Platz stehen Menschen (ja, auch Schiedsrichter sind Menschen!), und Menschen machen Fehler. Vor den Monitoren in der Videobeweis-Zentrale in Köln sitzen – genau – Schiedsrichter. Und auch die entscheiden wie ihre Kollegen im Stadion nach bestem Wissen und Gewissen im Rahmen des Regelwerks.

Alles, was nicht objektiv messbar ist, wie Weiten, Höhen oder Zeiten, beinhaltet subjektive Entscheidungen. Die können einem gefallen oder nicht. Die können richtig sein oder nicht. In jedem Fall sollten sie akzeptiert werden. Dass nun ausgerechnet der 1. FC Köln sich zweimal vom Videobeweis benachteiligt fühlt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie und ist für die Beteiligten sicher ärgerlich.

Der Videobeweis braucht Zeit

Doch gleicht sich im Laufe einer Saison nicht jede Fehlentscheidung aus? Und: Wenn der Videobeweis so schlecht sein soll, warum beschweren sich immer nur die Benachteiligten? Wie wäre es, einfach besser zu spielen? Die Sorge vieler Stammtischtrainer, dass der Fußball seine Diskussionen durch den Videobeweis verlieren würde, war jedenfalls unbegründet.

Es ist wie mit so vielen Neuerungen, die über all die Jahrzehnte im...

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