Kommentar: Polizei in Berlin: Innensenator Geisel muss jetzt liefern

Innensenator Andreas Geisel (SPD)

Andreas Geisel wäre gerne Senator für Stadtentwicklung geblieben. Doch bei den Koalitionsrunden im Herbst 2016 wurde das Ressort des SPD-Politikers aufgesplittet und die Zuständigkeiten der Linken und den Grünen übertragen. Geisel übernahm daher das Innenressort. Ein Jahr später lässt sich sagen, dass er im Amt angekommen ist und einiges auf den Weg gebracht hat – vielleicht mehr, als es sein Vorgänger, der glücklose damalige CDU-Spitzenmann Frank Henkel, in der gesamten Legislaturperiode schaffte.

Bei den Beratungen für den Doppelhaushalt 2018/19 befassten sich am Montag nun die Mitglieder des Innenausschusses mit Geisels Plänen. Sie sind ambitioniert. Fast 800 zusätzliche Stellen für die Polizei. 350 für die Feuerwehr. Ein echter Quantensprung. Mehr Geld für die Ausrüstung der Beamten – Schutzwesten, Waffen, Kommunikationsmittel – hatte die Koalition schon Anfang dieses Jahres lockergemacht. Hinzu kommen: eine neue Wache auf dem Alexanderplatz, mobile Wachen an weiteren Kriminalitätsschwerpunkten, Videokameras inklusive. Mithilfe einer Stiftung oder einem Fonds sollen nun endlich auch die Beamten entschädigt werden, deren Gesundheit auf maroden Schießständen gelitten hat.

Mehr Personal, mehr Geld, mehr Anerkennung und Wertschätzung für die Beamten

Klingt gut? Klingt gut! Denn die Berliner Polizei arbeitet längst am Limit und kann ihre Aufgaben mit den jetzigen Mitteln längst nicht mehr in dem Maße gewährleisten, wie es angemessen wäre. Beispiele gefällig? Gerne: Die Zahl der W...

Lesen Sie hier weiter!