Kommentar: München gegen eSports

Fabian Sieroka

Der Münchener Stadtrat hat dagegen gestimmt, die Bewerbung für die League-of-Legends-Europameisterschaft weiterzuverfolgen abgelehnt. Eine verschenkte Chance.

Relevanz in eSports

Für die SPD war das Geld das Problem. Geld, das die Stadt unter dem Strich nicht mal verloren hätte.

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Einen einfacheren Einstieg in die Welt des hochprofessionellen eSports als die League of Legends Europameisterschaft hätte es für die Stadt München kaum gegeben. Mit dem Beschluss, die Bewerbung nicht weiterzuverfolgen, stößt der Stadtrat nicht nur eSports-Fans und der deutschen eSports-Szene vor den Kopf, sondern beraubt sich auch selbst der Chance, in einem wachsenden Wirtschaftszweig relevant zu werden.

Man wolle einem kommerziellen Unternehmen wie Riot Games nicht auch noch finanziell unter die Arme greifen hieß es. Warum nicht? Unter dem Strich hätte die Stadt vermutlich keine großen Gewinne gemacht, aber mit großer Sicherheit zumindest keine Verluste. 


Was geblieben wäre der Eindruck: "Ja, die in München können sowas, da können wir wieder hin." Einnahmen durch zuströmende Fans für Hotels, Restaurants und die Angebote der Stadt, seien es Nahverkehr oder Sehenswürdigkeiten fallen bei dem Beschluss unter den Tisch.

Natürlich gibt es jedes Jahr große eSports-Events, für die sich die Stadt bewerben könnte. Ob diese ablehnende Haltung sich dann aber ändert bleibt abzuwarten. Eine neue Chance könnte sich nach der Kommunalwahl 2020 bieten.