Kommentar: Warum linke Randalierer nicht besser sind als rechte

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Erinnert sich jemand an Harald Ewert? Klar. Sein Foto kennt jeder, zumindest die Zeitungsleser über 45 – und, he, wer hier ist das nicht? Aber von vorn: Die Bild-Zeitung hat Verdächtige zur Fahndung ausgeschrieben. Das Zentralorgan für Würde und Wahrheit druckte Steckbriefe von Teilnehmern der Hamburger Hungerunruhen.

Kevin und seine Oma

Sie hatten, allem Anschein nach, Fanalfeuer entfacht, Robby-Bubble-Kindersekt aus einem autonom geöffneten Rewe-Markt geborgen und das Aufprallverhalten einer Fritz-Kola-Flasche am Polizeiobermeister studiert. Schnell stellte das Blatt einen Steinewerfer oder der sich: „Er heißt Kevin, ist 19 und wohnt bei seiner Oma.“

Sensiblere Medien waren empört: Persönlichkeitsrechte? Unschuldsvermutung? Bild als selbst ermächtigter Hilfssheriff? Stimmt, das hat einen, wie wir Junk-Food-Kenner sagen, Hautgout. Doch im Furor gebar die Besserpresse auch Erstaunliches. Spiegel-Online etwa sah kaum veritable Delikte: „Ein einfacher Flaschenwurf wäre in der Regel keine schwere Straftat, zwei geklaute Sektflaschen sind es schon gar nicht.“

Körperverletzung ist nicht Pillepalle

Nun, Plünderung ist schwerer Landfriedensbruch. Paragraf 125a StGB. Tut mir leid. Steht da. Das bringt...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung