Kommentar: Liebe Party-Polizisten, das war kein Schulausflug!

Berliner Polizisten bei einer Party in ihrer Unterkunft in Bad Segeberg bei Hamburg

Die Argumentation der Berliner Polizeiführung nach dem Party-Exzess einiger Berliner Bereitschaftspolizisten in Hamburg – "Ja, wir haben gefeiert" und "Wir sind auch nur Menschen" – könnte die Behörde demnächst in Erklärungsnot bringen. Zum Beispiel dann, wenn die Polizei das nächste Mal wegen Ruhestörung zu einer Party im Mauerpark oder einer Hinterhof-Feier in Neukölln gerufen wird.

Wie genau sollen die Ordnungshüter dann argumentieren, wenn die Beschuldigten sich zwar bekennen, aber einfach weiterfeiern und die Beamten bitten, sie ansonsten doch als Mensch zu betrachten. Undenkbar.

Aber genau das ist in Hamburg passiert. Die Berliner Polizisten feierten trotz Beschwerden von Kollegen aus Nordrhein-Westfalen einfach weiter. Viele kritisieren, dass man nicht die ganze Polizei verurteilen dürfe. Das ist richtig. Die große Mehrheit macht jeden Tag einen großartigen Job. Und viel zu selten wird den Polizistinnen und Polizisten dafür gedankt.

Der Hamburger Polizeidirektor ist sehr erfahren - und hat gehandelt

Fakt ist aber auch, dass Staatsbedienstete in besonderer Weise auch Vorbilder sind. Und es war eben nicht eine Schulklasse auf Abschlussfahrt, die in einem Containerdorf bei Hamburg mal so richtig gefeiert hat, sondern die Bereitschaftspolizei der Hauptstadt, die mit dem bevorstehenden G20-Gipfel vor einem der schwierigsten Einsätze der vergangenen Jahre steht.

Wer in diesen Tagen Hintergrundgespräche mit Sicherheitsexperten führt, bekommt ein ungefähres Gefühl für die Anspannun...

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