Kommentar: Kein Wunder, dass es keine Wechselstimmung im Land gibt

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Wieso eigentlich geben die Parteien so viel Geld für Wahlwerbung aus, wenn sich die Bürger davon sowieso nicht beeinflussen lassen? Ich jedenfalls kenne niemanden, der die CDU wählt, weil Frank Henkel auf einer Großfläche plakatiert ist, fröhlich lächelnd und – natürlich – mit einem Smartphone in der Hand. Smartphones sind wichtig im Wahlkampf, weil sie zeigen sollen, dass man im Neuland lebt.

Christian Lindner von der FDP lebt so sehr im Neuland, dass er seine potenziellen Wähler gar nicht mehr anschaut. Er guckt mit Ohrstöpseln auf sein Handy. Auf dem Plakat steht: „Digital first – Bedenken später“. Da wird einem ganz mulmig in einer Zeit, wo man sich eigentlich nichts mehr wünscht, als dass Politiker auch Bedenken haben.

Es ist schwer, in einem Land Wahlkampf zu machen, in dem es zwar viele Probleme, aber eigentlich kein Problem gibt. Seit nicht nur die Politiker, sondern auch die Bürger verstanden haben, dass wir in einer globalisierten Welt leben, also alles mit allem zusammenhängt, wissen sie auch, dass es uns im Vergleich mit Nigeria oder sagen wir Japan gut bis sehr gut geht.

Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn es keine Wechselstimmung...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung