Kommentar zu Kölner Museen: Improvisation und Kreativität sind gefragt

Der Museumsdienst muss trotz der vielen Schließungen seinen Bildungsauftrag erfüllen.

Generationen von Schülern und Schülerinnen haben eines gemeinsam: Irgendwann einmal haben sie das Römisch-Germanische Museum (RGM) besucht. Haben sich erzählen lassen, wie die Römer dereinst an den Rhein gekommen sind und was sie alles zurück gelassen haben.

Sie haben die Grabsteine mit ihren aufregenden Geschichten gesehen und vielleicht auch die filigrane Kunst der Goldschmiede und Steinschnitzer bewundert. Wenn sie Glück hatten, konnten sie in der museumseigenen Werkstatt noch römisch kochen oder spinnen wie vor 2000 Jahren.

Schuljahrgänge werden Wissen vorwiegen aus Büchern erhalten

Der Museumsdienst der Stadt Köln hat die Aufgabe, den Menschen zu vermitteln, wie ihre Vorfahren gelebt, was sie hinterlassen haben und was das für uns heute bedeutet. Bei Führungen werden die bedeutenden Sammlungen der städtischen Museen gewürdigt, in Kursen praktisches Wissen vermittelt. In jeden Museum, für alle Altersgruppen, jeden Tag.

Wenn das RGM für Jahre schließt, werden komplette Schuljahrgänge ihr Wissen vorwiegend aus Büchern vermittelt bekommen. Und die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums ist vielleicht nicht die attraktivste, aber ihre Objekte erzählen viel über Leben und Arbeit am Rhein. Sie zu erleben, ist allemal besser, als vor verschlossenen Türen zu stehen.

Sanierungen sind mehr als überfällig

Die Sanierungen bzw. Neubauten der historischen Museen sind mehr als überfällig, ebenso die Neuausrichtung der Präsentation. Andererseits muss nach Lösungen gesucht werden, wie die Geschichte Kölns nicht nur theoretisch vermittelt werden kann.

Der Museumsdienst hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen, da ist viel Improvisation und Kreativität gefragt. Die Bühnen der Stadt Köln wissen ein Lied davon zu singen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta