Kommentar "Junge Welt": Zukunft der GroKo

Auch die Tageszeitung "Junge Welt" schreibt über die Zukunft der GroKo:

"Mit der Annahme, es sei seine Partei, der es am Ende freistehe, "'raus' zu sagen", liegt Kühnert allerdings falsch. Wenn die Sache krachen geht, hat darüber nicht die SPD entschieden. Dass die Unionsparteien über andere Optionen verfügen, hat der Merkel-Vertraute Peter Altmaier nicht zufällig am Sonntag deutlich gemacht, als er die SPD einmal mehr mit der Idee provozierte, was es nun brauche, sei eine 'Unternehmenssteuerreform'. Die Zeiten sind günstig für bürgerlichen Rigorismus: Mit den Grünen steht eine Partei bereit, die die Scherereien, die man jetzt mit der SPD hat, nicht machen wird. Wieder einmal ist es die Linkspartei, in der die Lage konsequent falsch eingeschätzt wird: Ihre Bundesspitze bemüht sich, die Kür von Esken und Walter-Borjans als Chance für 'linke Politik' zu deuten. Es beruhigt, dass sie auf absehbare Zeit keine Gelegenheit haben wird, sich in diesem Fach auszuprobieren."

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