Kommentar zu Jürgen Mathies' Weggang: „Das ist eine schlechte Nachricht für Köln“

Der Polizeipräsident wechselt als Staatssekretär nach Düsseldorf.

Das ist eine schlechte Nachricht für Köln. Der Weggang von Jürgen Mathies nach nur eineinhalb Jahren kommt für die allermeisten Kölner viel zu früh.

Zwar war der Spitzenbeamte schon bald nach seinem Amtsantritt für höhere Weihen im Gespräch. Doch er selbst hatte immer wieder betont, wie gerne er den Job in Köln macht. Dass er ihn eben auch sehr gut gemacht hat, beweist zum einen der deutliche Rückgang der einschlägigen Delikte.

Ein ebenso starker Beweis ist aber die herausragende Wertschätzung, die dem Polizeipräsidenten bereits nach wenigen Wochen entgegengebracht wurde – innerhalb seiner Behörde wie in der gesamten Stadt. Schon nach den ersten erfolgreichen Großeinsätzen wurde Jürgen Mathies in Köln alles zugetraut – selbst der Job des Oberbürgermeisters.

Führungsstärke und Durchsetzungsvermögen

Nun also wird Mathies seine Fähigkeiten künftig in Düsseldorf einsetzen. Führungsstärke, Durchsetzungsvermögen, klare Ziele, Mitarbeitermotivation, offene Kommunikation nach innen und außen – das waren die Werkzeuge, mit denen der Polizeipräsident seiner durch zahlreiche Affären und Pannen gebeutelten Behörde das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgab. Und den Kölnern das Gefühl vermittelte, dass ihre Sorgen ernst genommen werden.

Der größten Stadt in Nordrhein-Westfalen hätte es gut getan, wenn Jürgen Mathies noch eine Weile geblieben wäre. Nun muss sein Nachfolger den Umbau der Behörde weiterführen. Es bleibt zu hoffen, dass sich der neue Innenminister wieder für einen gelernten Polizisten entscheidet. Gut wäre es für Köln, wenn dieser die erfolgreiche Linie des scheidenden Polizeichefs...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta