Kommentar: Nicht immer ist die BVG schuld

Ein Bus der Linie M29, hier unterwegs am Kurfürstendamm (Archivbild)

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten zuletzt nicht immer gute Presse. Da war zum Beispiel der abermals aufflammende Vorwurf der Gewerkschaft Verdi, dass das Unternehmen nicht genügend Busfahrer einstelle. Wer sich den Job antue, leide unter dem Personalmangel, schwierigen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen sowieso. Die BVG konnte dementieren, wie sie wollte, die Beschuldigungen waren in der Welt und blieben hängen.

Aber es gibt in Sachen Bus ja auch Gutes zu berichten. Und die BVG hat eigentlich ein Gespür dafür, wie sie so was am besten kommuniziert. Deshalb verwundert es ein bisschen, dass die Pläne zur Beschleunigung der unpünktlichen Gefährte nur in der Mitarbeiterzeitung "Profil" nachzulesen sind. So will die BVG zusammen mit der Verkehrsverwaltung und der Verkehrslenkung – alle drei bilden die sogenannte Taskforce Beschleunigung – in diesem und nächsten Jahr die Pünktlichkeit auf mehreren wichtigen Linien verbessern, darunter bei M48 und M85. Optimierte Ampelschaltungen und neue Busspuren sollen es möglich machen.

Natürlich gibt es auch hier wieder Kritik: All das hätte schon längst passieren müssen. Doch in diesem Fall sind der BVG die Hände gebunden. Pläne und Vorschläge, wie man die notorisch unpünktlichen Busse beschleunigen könnte, haben die Verkehrsbetriebe schon lange in der Schublade. Was am Ende umgesetzt wird, entscheiden aber Senat, Bezirke und Behörden. Natürlich in Absprache, aber federführend ist die BVG nicht. Und der Politik ist offenbar noch nicht g...

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