Kommentar: Hebammen sind kein Luxus

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Als meine Mutter in den 70er-Jahren im Kreißsaal lag, nahm man ihr das neue Kind, das sie kurz zuvor auf die Welt gebracht hatte, sofort weg. Das Baby, also ich, wurde in einen Schlafsaal nebenan getragen und nur zu festgelegten Zeiten herausgeholt. Stillen klappte nicht, weil es meiner Mutter niemand richtig zeigte, und sowieso galt Flaschennahrung als gesünder.

Mütterberatung, einmal im Monat

Nach der Entlassung trug sie mich nach Hause, wenn sie Fragen hatte, ging sie zu ihrer Mutter nach nebenan oder wartete bis zur Mütterberatung, die einmal im Monat angeboten wurde. Eine Hebamme gab es nicht.

Klar, meine Mutter hat es hingekriegt, mich großzuziehen, ich bin aber trotzdem froh, dass ich eine bessere Versorgung hatte – eine von der Krankenkasse bezahlte Hebamme, die mich während und nach der Geburt unterstützte, mich zu Hause besuchte. Ohne ihre Hilfe wäre ich in der ersten Zeit verloren gewesen.

Eine gute Hebamme kann die vielen kleinen, scheinbar banalen Fragen beantworten: Wie legt man das Kind am besten an die Brust? Ist es normal, dass das Stillen so wehtut? Werde ich...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung