Kommentar: Was in Hamburg geschehen ist, geht uns alle an

Warum lassen wir es zu, dass ein Feuerschein der Rohheit über dem Land liegt?

Wann immer er in diesen Hamburger Tagen und Nächten vor einer Kamera stand, hat er seine Niedergeschlagenheit kaum verbergen können. Olaf Scholz, der Bürgermeister einer getroffenen Stadt, argumentierte professionell, doch wer ihm ins Gesicht sah,der erkannte, wie peinlich ihm das alles war, was in seiner Stadt geschah. Wie schmerzhaft. Scholz hatte vorher gesagt, dass der Gipfel für Hamburg ein Fest werde. Jetzt, da Feuer in den Straßen aufstieg, musste ihm klar sein: das waren törichte Worte.

Und was den Worten folgte, war noch schlimmer: Der Bürgermeister verließ sich auf einen Polizeichef, der sich als harter Hund feiern ließ – vorher. Nun musste Scholz klar sein, dass er Fehler gemacht hatte und von den falschen Leuten umgeben war, auch wenn er die Polizei lobte. Diese Peinlichkeit vor den Staatsgästen in der Elbphilharmonie, wie hatte seine Stadt sie empfangen: Willkommen in der Hölle!

Drei Fragen und drei Antworten 

Alles lief schief, und es ist einfach, mit den Fingern auf Scholz zu zeigen. Aber wer Olaf Scholz an diesem Wochenende ohne ein wenig Anteilnahme ins verzweifelt trotzige Gesicht blickte, hat wahrscheinlich ein Gemüt aus Stein. Und nicht verstanden, dass es uns alle angeht, was in Hamburg geschehen ist, nicht nur Scholz. Drei Fragen und drei Antworten dazu, einfach und kompliziert zugleich.

Erstens: Ist es falsch, wenn ein Politiker wie Scholz glaubt, dass es möglich sein muss, einen solchen Gipfel in einer deutschen Großstadt zu veranstalten? Nein, das ist es nicht. Denn wer das behauptet, gibt sich geschlagen, vor denen, die Feuer legen und plündern. Aber es sind unsere...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung