Kommentar zu G20 in Hamburg: Die Eskalation ist eine Blamage für die Demokratie

Das G20-Szenario in Hamburg ist unwürdig für einen freiheitlichen Rechtsstaat.

Wie kann so etwas in einer Demokratie passieren? Hunderte Verletzte, Treibjagden in den Straßen von Sankt Pauli. Wasserwerfer, Tränengas, Schlagstöcke, Steine, Flaschen, Böller, Molotow-Cocktails, brennende Autos und Barrikaden.

Muss man es noch sagen: Die Gewalttäter unter den Demonstranten sind verantwortlich für ihre Gewalt. Sie gehören verfolgt und bestraft im Rahmen der Gesetze. Und niemand braucht zu glauben, dass es ohne konfrontative Polizeitaktik keine irren Militanten mehr gäbe, die ihre Umsturzfantasien ausleben wollen. Die gibt es immer. Und schillernde Großevents wie ein G20-Gipfel in einer Metropole ziehen sie magisch an.

Dann fuhren Wasserwerfer auf

Andererseits: Die Demonstranten am Hamburger Fischmarkt kamen keine 50 Meter weit. Dann fuhren Wasserwerfer auf. Die Polizei forderte ultimativ, Tücher, Schals und Masken von den Gesichtern zu nehmen. Schließlich gibt es ein Vermummungsverbot auf Demonstrationen – das man durchsetzen werde. Einige gaben ihre Gesichter zu erkennen, andere nicht. Wie viele, darüber gibt es unterschiedliche Berichte. Es ist auch unwichtig.

Denn die Polizei nahm nach eigenen Angaben eben dies – dass etliche ihre Gesichter verhüllt ließen – zum Anlass, um massiv einzugreifen. Gleich zu Beginn. Ohne jeden Spielraum. Für Tausende friedliche Teilnehmer völlig überraschend. Genau damit begann das Chaos. Die Gewaltspirale drehte sich – und bis zum Ende dieses Wochenendes, vielleicht darüber hinaus, wird sie sich weiter drehen. Es ist Glückssache, wenn es keine Schwerverletzten oder Tote gibt.

Was für eine Schmach für einen freiheitlichen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung