Kommentar: Warum wir die Finger von Fake-Taschen lassen sollten

Die Gucci-Tasche vom Straßenhändler gehört zum Urlaub. Doch der Kauf schadet vielen.

Anna ist im Urlaub in der Türkei. Sie hat ein Foto, einen Auftrag und eine schwierige Freundin in München. Die möchte, dass Anna die Gucci-Tasche mitbringt, die sie selber da mal gekauft hat – leider sei jetzt der Bügel gebrochen.

Kräftig feilschen

Anna geht mit dem Foto zum nächsten Verkäufer.  Der präsentiert alle Gucci-Taschen, die dem Foto nahekommen. Anna fotografiert eine, schickt das Foto der Freundin, handelt den Preis von 65 Euro auf 30 Euro herunter und fährt zufrieden mit dem Dolmusch, dem Sammeltaxi, in den Club am Meer zurück.

Da meldet sich die Freundin: Die neue Tasche sei einen Zentimeter kleiner als die alte. Sie wolle die nicht. Ich war bei diesem Ausflug dabei. Verkäufer und Kundin sprachen ganz selbstverständlich von der Gucci-Tasche – als ob das gesuchte Modell im Original nicht 1 550 Euro kosten würde.

Sieht aus wie echt

Alles sieht hier wie die Originale aus: Hermès-Tücher, Rolex-Uhren, Sonnenbrillen von Ray Ban, Lacoste-Shirts, Hemden von Ralph Lauren, Calvin-Klein-Jeans: Alles mit Etikett oder eingewebtem Label. Alles wie echt, aber billiger....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung