Kommentar: Für Angela Merkel gibt es keinen Abgang in Würde

Das zeigen die Geschichten ihrer Vorgänger.

Es vergeht seit Wochen kein Tag, an dem Angela Merkel nicht gefragt wird, ob sie a)nicht amtsmüde ist, oder ob sie b)nicht spätestens nach der Wahl eine lame duck ist, da man ja nicht davon ausgehen könne, dass sie 2021 noch mal antritt. Und wie sie c) ihre Nachfolge organisiert.

Es wundert nicht, dass Angela Merkel auf diese Fragen nicht antwortet. Selbst wenn sie einen Plan hätte, wäre es unklug, darüber zu reden. Aber sie hat keinen Plan, kann keinen Plan haben. Es gibt für jemanden wie Merkel keine Möglichkeit eines geordneten Rückzugs, eines planvollen Übergangs zu einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Wie hätte man sich das vorzustellen? Dass sie nach der Wahl sagt, das war meine letzte Amtszeit? Welche Durchsetzungskraft hätte sie da noch in einer Koalition? Welches Gewicht hätte ihre Stimme international als jemand mit Halbwertzeit?

Es gibt für Merkel und die CDU nur zwei Szenarien: Sie bleibt die eiserne Kanzlerin und CDU-Chefin, schweigt – und tritt wieder an. Oder sie bleibt die eiserne Kanzlerin und CDU-Chefin, schweigt – und wird knapp vor der...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung