Kommentar: Erst der Anfang ist gemacht bei Berlins Umland-Bahntrassen

Regionalbahn der Deutschen Bahn

Bei dieser Nachricht atmen Zehntausende Berufspendler auf: Die Bahnverbindungen zwischen Berlin und dem Brandenburger Umland sollen verbessert werden. Künftig wollen beide Bundesländer gemeinsam den Ausbau der Schienenwege in der Hauptstadtregion planen, so wurde es am Mittwoch in einer schriftlichen Vereinbarung besiegelt. Das war überfällig. Viel zu lange haben sich beide Seiten wegen meist unterschiedlicher Interessen gegenseitig blockiert. Brandenburg war bislang vor allem an Regionallinien gelegen, die die Märker schnell in die Berliner Innenstadt bringen. Berlin präferiert die S-Bahn, um möglichst viele Wohnviertel an die Schiene anzubinden. Nun besteht der Wille, sich zu verständigen.

Der zweite Pluspunkt: Die Landesregierungen gehen in finanzielle Vorleistung. Sie wollen nicht auf den Bund und seinen Verkehrswegeplan warten, sondern bezahlen die bei Bahnprojekten üblichen vier Planungsphasen bis zur Genehmigungsreife aus eigener Tasche. Da fallen mehr als Peanuts an, dieses Vorgehen bietet aber einen schnelleren und zuverlässigeren Zugriff auf die Baumitteltöpfe von Bund und Bahn.

Nun die Negativposten: Der Schulterschluss zur Zusammenarbeit hätte eigentlich schon vor 15 oder wenigstens vor zehn Jahren erfolgen müssen. Nun stehen wir da wie beim Wohnungsbau und werden von der wachsenden Stadt getrieben. Nun gut, besser spät als nie. Entscheidender aber ist, dass die am Mittwoch getroffene Vereinbarung sehr allgemein formuliert ist und erst noch mit Leben gefüllt werden ...

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