Kommentar zu Erdogan: Wir müssen bessere Bedingungen für Deutschtürken schaffen

Am Donnerstagabend wird Erdogan Angela Merkel treffen.

Am Donnerstagabend wird Recep Tayyip Erdogan Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Er wird ihr sagen: „Du musst mich auftreten lassen in Deutschland. Wenn Du das nicht tust, begehst du politischen Selbstmord!“ Vielleicht wird er noch ein wenig oder auch noch viel wütender sein, als er sich im Interview in der „Zeit“ gab. Vielleicht wird er deutlicher werden. So kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Erdogan damit droht, die von der Regierung Merkel in die türkische Geiselhaft überstellten Flüchtlinge rechtzeitig zum Bundestagswahlkampf freizulassen oder gar höchstselbst übers Meer nach Europa zu schicken.

Die Bundesregierung hat sich abhängig gemacht

Sie werden, wenn Sie das lesen, was das Gespräch der beiden und seine Auswirkungen angeht, schon klüger sein. Wer immer das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei kritisierte, hatte Recht. Die Wahrheit ist ja, dass durch ihn nicht allein die Flüchtlinge zu Geiseln Erdogans gemacht wurden, sondern dass die Bundesrepublik selbst sich gefährlich abhängig macht von den Launen, dem Großmannsgehabe und den politischen Kalkulationen Erdogans.

Hat die Bundesrepublik, hat Europa Alternativen? Kann Deutschland, kann Europa auf die Zusammenarbeit mit der Türkei verzichten? Die zweite Frage lässt sich eindeutig mit Nein beantworten. Beide Wirtschaften, beide Gesellschaften sind zu stark mit einander verzahnt, als dass sie bald wieder von einander getrennt werden könnten. Daraus folgt aber nicht, dass man dazu verdammt ist, alles genau so zu machen, wie es bisher geschieht.

Erdogan hofft auf Deutschland

Es gibt also Alternativen. Erdogan, der...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung