Kommentar: Endlich stimmt die Richtung am Alexanderplatz

Polizeiwagen auf dem Alexanderplatz

Die gute Nachricht ist, dass die Politik die Problemlage am Alexanderplatz erkannt hat. Massive Polizeipräsenz, eine mobile Wache und Videotechnik sollen den Ort mit viel Kriminalität im Herzen von Berlin sicherer machen. Nun kommen also auch Sozialarbeiter hinzu, die das Problem an der Wurzel packen und die Polizeiarbeit flankieren sollen. Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Denn die Sozialarbeiter sollen die Jugendlichen abholen, bevor sie kriminell werden. Das ist ein harter und anstrengender Job mit vielen Rückschlägen. Wenn dadurch auch nur ein Jugendlicher nicht auf die schiefe Bahn gerät, hat sich das Projekt schon gelohnt. Man kann nur hoffen, dass die Politik die Notwendigkeit so eines Projekts auch über eine Testphase hinaus erkennt.

Die schlechte Nachricht ist, dass Sozialarbeiter allein am Alexanderplatz nicht reichen werden, um der Lage Herr zu werden. Dazu braucht es dauerhafte Polizeipräsenz, vor allem in den Abend- und Nachtstunden an den Wochenenden. Genau zu der Zeit, wenn die Sozialarbeiter nicht mehr im Einsatz sein sollen, weil es zu gefährlich wird. Das führt aber wieder zum nächsten Problem: der Personalausstattung der Berliner Polizei. Denn Präsenz am Alex heißt weniger Präsenz woanders.

Zwar hat auch hier die Politik das Problem erkannt und Abhilfe versprochen. Aber jahrelange tiefe Einschnitte haben Narben bei der Polizei hinterlassen, die nur langsam verwachsen werden. Wer an der Not...

Lesen Sie hier weiter!