Kommentar: Die Tarifmoral der Bahn ist farbenblind

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Mutter ist am Telefon. Wir kommen auf den Vorfall in München letzte Woche zu sprechen: Zwei Sicherheitskräfte zerrten einen Mann rabiat aus der S-Bahn und brachten ihn auf dem Bahnsteig, wie es im Wach- und Schließjargon heißt, zu Boden. Das war in allen Medien.

Nur weil er kein Ticket hat?

Mutter findet es verstörend, jemanden so zu behandeln, nur weil er kein Ticket hat. Fürwahr. Aber so war es nicht. Ich sage: Mutti, er fuhr nicht nur schwarz, sondern weigerte sich, den Zug zu verlassen. Er klammerte sich an eine Haltestange, als würde, last Train to Geisenbrunn, nie mehr eine Bahn verkehren. – Oh, staunt sie: Das haben die im Fernsehen aber nicht gesagt. – Bestimmt. Das ist doch wichtig. – Nein, haben sie nicht. Mutter ist, ich schwöre, nicht senil.

Dann finde ich noch einen Videobericht, auf Spiegel Online. Im Mittelpunkt steht jene Journalistin, die die Szene mit dem Handy aufgenommen, dabei „This is racism“ tremoliert und den Film via Facebook verbreitet hat: „Es half ihm nicht, schwarz zu...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung