Kommentar zum Chaos im Weißen Haus: Trump hinterlässt eine Spur der Verwüstung

Jeden Tag beschädigt Donald Trump das Amt des Präsidenten mehr.

Gerade mal ein halbes Jahr ist Donald Trump im Amt, doch der unkonventionelle Regierungschef hat bereits deutlich mehr erreicht, als ein Drehbuchautor in einer mehrstaffeligen Politserie unterbringen könnte: Vom FBI-Direktor bis zum Stabschef hat der US-Präsident fast jeden gefeuert, der ihm in die Quere kam. Er hat die wildesten Geschichten erfunden und sich selber zum größten Opfer einer Hexenjagd in der Geschichte stilisiert. Er hat das Weiße Haus zum lukrativen Selbstbedienungsladen umgebaut. Und nun widerlegt er auch noch die Bibel. 

Wie biblische Brüder

„Wir sind wie Kain und Abel“, hatte Anthony Scaramucci, der exaltierte Trump-Wiedergänger auf dem Posten des Kommunikationsdirektors, über Stabschef Reince Priebus gesagt. Kain, so wird es im Alten Testament berichtet, hatte aus Neid seinen Bruder Abel erschlagen. Tatsächlich war Priebus bald nach Scaramuccis Interview erledigt. Doch irgendwie gefiel Trump das von ihm angestoßene Schauspiel mit seinen vulgären Ausfällen nicht. Also wurde auch der forsche Kommunikationsdirektor gefeuert. Nun sind Kain und Abel beide tot.

Das irre Spektakel ist typisch für Trump. Der ehemalige Reality-TV-Star liebt den öffentlichen Wettkampf und das Drama. Seit Tagen desavouiert er seinen Justizminister. Beim Kurznachrichtendienst Twitter pöbelt er gegen die eigene Partei. Und wenn ihm Journalisten...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung