Kommentar: Es bleiben Zweifel an der BER-Doppelstrategie

Brandenburg will das Nachtflugverbot am BER mit den anderen Flughafengesellschaftern neu verhandeln (Archiv)

Es gibt also wieder einen Plan für den BER. Bis Ende August 2018, so hat es Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup verkündet, soll der Problemflughafen am südöstlichen Stadtrand fertig gebaut sein. Sachverständige sollen bis dahin auch die Funktionsfähigkeit der 1800 einzelnen technischen Anlagen im Hauptterminal bestätigt haben. Danach untersucht das Bauamt, ob die Gebäudetechnik nicht nur isoliert, sondern auch im Zusammenspiel sicher arbeitet. Der eigentliche Prozess der Inbetriebnahme inklusive Testbetrieb schließt sich an.

Und damit wären wir im Sommer oder Herbst 2019. Wenn alles gut geht, könnte der künftige Hauptstadtflughafen BER dann endlich eröffnen. Siebeneinhalb Jahre nach der peinlichen Absage der Eröffnung 2012.

Noch verweigert der Flughafenchef eine Aussage, wann der Flugbetrieb am BER beginnen soll. Es gibt also immer noch zu viele Risiken, die den Ablauf stören könnten. Weil Lütke Daldrup sich nicht in die Reihe der gescheiterten Flughafenchefs einreihen möchte, bleibt er vorsichtig. Er hat das Glück, dass niemand ihm einen politisch gesetzten Termin aufzwingt.

Lütke Daldrup möchte in diesen Tagen den Eindruck vermitteln, alles unter Kontrolle zu haben. Erst präsentiert er sein Vorhaben, den BER möglichst schnell auszubauen und die vor allem ab 2020 befürchtete Kapazitätslücke zu schließen. Jetzt legt er mit dem Terminplan für den Bau nach.

Daldrups Botschaft: Dank BER wird man Tegel nicht brauchen

Dass diese Kommunikationsoffensive mit der bevorstehenden Abstimmu...

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