Kommentar: Ein bitterer Abschied für Air Berlin

Lufthansa und Länder sollten Transfergesellschaft für Air Berlin mitfinanzieren, meint Brigitte Scholtes.

Berlin. Es ist ein trauriges Aus für die bisher zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft. Auf das Ende von Air Berlin hatten viele in der Branche gelauert. Vor allem die Lufthansa hatte sich akribisch für den Fall der Fälle vorbereitet. Sie ist – sollten die Kartellbehörden ihr nicht noch Steine in den Weg legen – nun am Ziel und übernimmt größere Teile von Air Berlin.

Und das war politisch auch so gewollt. Das hatte man spätestens im September bei der Ankündigung der Insolvenz gesehen. Da beeilten sich Politiker wie der amtierende Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), auf die Bedeutung eines "nationalen Champions" in der deutschen Luftfahrt hinzuweisen, die Bundesregierung legte eilends einen Überbrückungskredit aus, damit Air Berlin noch weiter fliegen und ihre Fluggäste so lange wie möglich befördern konnte.

Am Freitag hat das letzte Flugzeug abgehoben. Ein emotionaler Abschied von einer Airline, die lange Jahre dem größeren Wettbewerber Lufthansa viele Passagiere abgenommen hatte. Und auch ein bitterer: Denn die Mitarbeiter, die nicht von der Lufthansa oder anderen Käufern übernommen werden, schauen nun in die Röhre.

AB6210: Das war der letzte Flug der Air Berlin

Der letzte Flieger der Air Berlin landete um 23.46 Uhr in Tegel - und wurde von rund 2000 Mitarbeitern und Zuschauern empfangen.

Chancen auf einen neuen Job über Weiterqualifizierung

150 Millionen Euro Übergangskredit des Bundes waren schnell bereitgestellt, aber die nötigen 50 Millionen Euro für eine große Transfergesellschaft ließen sich nicht auftreiben. Da könnte man der Gewinnerin Lufthansa einen Vorwurf machen. Diese aber verweist darauf, dass ...

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