Kommentar: Berlin braucht eine Taskforce für Studentenbuden

Ein Studentendorf in Adlershof

Berlin schmückt sich gern mit Superlativen, allen voran die verantwortlichen Berliner Politiker. Eine kleine Auswahl: Die Stadt ist eine attraktive Metropole, die junge Menschen aus aller Welt anzieht. Sie ist ein Zentrum der Wissenschaft, gerade erst hat sie sich erneut sehr gut im Förderwettbewerb von Bund und Ländern für die Spitzenforschung an Universitäten geschlagen. Und sie ist der größte deutsche Hochschulstandort, der nächste Studentenrekord steht zum Wintersemester ins Haus.

Für weiteren Zustrom hoffnungsvoller junger Menschen und für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist also gesorgt. Vorausgesetzt, die Wahlberliner kehren nicht irgendwann frustriert der Stadt den Rücken, weil sie keine Bleibe finden. Die Situation der Studenten auf dem Wohnungsmarkt ist dramatisch. Sie stehen dort in Konkurrenz zu vielen anderen Bewerbergruppen, die ebenfalls auf preiswerte Wohnungen angewiesen sind. Sie können auch nicht auf Studentenheime ausweichen, denn die reichen vorne und hinten nicht. Fast 5500 Menschen stehen auf der Warteliste des Studierendenwerks, allein in der vergangenen Woche kamen 1000 hinzu.

Der Senat hat den Bau neuer Studentenwohnungen über viele Jahre sträflich vernachlässigt. Zu lange saß man dem Irrtum auf, der Berliner Markt halte genügend billige "Buden" vor. Vor allem die rot-schwarze Bilanz der vergangenen Legislaturperiode ist peinlich. Von 5000 ausgerufenen zusätzlichen Wohnheimplätzen wurde so gut wie nichts gebaut. Nun will Rot-Rot-Grün die 5000 Plätze i...

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