Kommentar: Der BER-Fertigstellungstermin nimmt die Flughafengesellschaft in die Pflicht

Die Bekanntgabe ist ein Zwischenschritt - aber ein wichtiger.

Ist es ein politisches Datum für die Fertigstellung des BER, das Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Donnerstag genannt hat? Nein, überhaupt nicht, beteuerte man am Donnerstag in Berliner Koalitionskreisen und aus dem Umfeld der Flughafengesellschaft. Eher sei es so gewesen, dass die Verhandlungen über den Terminplan nun einmal abgeschlossen seien, und dass Lütke Daldrup das selbst verkünden wollte. Das mag stimmen. Denkbar ist aber auch, dass es anders war – immerhin streitet die Flughafengesellschaft mit den Baufirmen am BER über hohe Millionenbeträge. Die Vermutung ist nicht abwegig, dass Konzessionen des Bauherrn die Verhandlungen beschleunigt haben.

Aber was ist der Wert eines Fertigstellungstermins zu diesem Zeitpunkt? Für das Bauprojekt ist es nach mehr als fünf Jahren Verzögerung ein wichtiger Zwischenschritt. Geschäftsführer Lütke Daldrup hat erstmals Verbindlichkeit unter allen am Bau beteiligten Unternehmen hergestellt. Er hat die Firmen an diesem Prozess beteiligt, hat sie beim Wort und damit in die Pflicht genommen. Weitere Katastrophen sind damit nicht ausgeschlossen. Aber zumindest ist die Blockade aufgelöst, in die sich alle Beteiligten manövriert hatten.

Die Flughafengesellschaft warf den großen Baufirmen vor, nicht hart genug zu arbeiten. Die warfen ihrem Auftraggeber Gleiches vor – ihnen fehlten Pläne –, zudem beschuldigten sie einander gegenseitig der Behinderung an der Baustelle. Es ist eine beachtliche diplomatische Leistung von Engelbert Lütke Daldrup – von dem es heißt, dass er nicht immer...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung